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Eine Gruppe von Fahrradfahrern fährt im Sonnenschein entlang eines Getreidefeldes.

Biologische Stationen Rheinland

LVR-Netzwerk Kulturlandschaft

Projekte 2019

Hier finden Sie Informationen zu den für das Jahr 2019 geförderten Projekten des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft (Förderung fand im Vorjahr statt).


Ausbildung Wupper-Tells - Die neue Generation

Die Wupper-Tells sind zerfifizierte Natur- und Landschaftsführer/-innen, die seit 2011 im Naturraum Wupperberge zwischen Remscheid und Solingen zeitgemäße Vermittlungsformen durchführen. Mit Elementen der Erzählkunst, des Schauspiels und der Spielpädagogik wird die Natur einer interessierten Öffentlichkeit vermittelt. Das Projekt fördert die Ausbildung und Zertifizierung von weiteren Natur- und Landschaftsführer/-innen.

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Eine runde Sache - Obstwiesenpädagogik für Schüler und Lehrer

In diesem Projekt wird das erfolgreiche Konzept der Obstwiesenpädagogik fortgeführt, zusätzlich wird das Potential der Lehrerfortbildung genutzt und somit ein neuer Schwerpunkt auf die Ausbildung der Lehrer zu ObstwiesenLehrerInnen gelegt. Material für die nachhaltige eigene Projektdurchführung durch ObstwiesenLehrerInnen wird erstellt, anwendbar als individualisierter Leitfaden für einzelne Schulen (die schon Projektschulen waren) und übertragbar auf andere Landschaftsräume.

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Stadt - Land - Fluss 2019

Alle zwei Jahre richtet der LVR die „Stadt Land Fluss – Tage der Rheinischen Landschaft" mit vielen Veranstaltungen aus und präsentiert mit dieser Reihe jeweils eine andere rheinische Region. Im Jahr 2019 soll die zweiwöchige Veranstaltungsreihe um Natur und Kultur in der Region „Siebengebirge / Pleiser Hügelland / Drachenfelser Ländchen" platziert werden.

Innerhalb der Veranstaltungsreihe soll den Besucher/-innen das Siebengebirge als Kulturlandschaft durch ein buntes und abwechlungsreiches Veranstaltungsprogramm erlebbar näher gebracht werden. Hierzu werden in Kooperation mit Partnern vor Ort mindestens 50 vielfältige Veranstaltungen durchgeführt.

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Streuobstwiesen: Naturerlebnis in der Großstadt

Streuobstwiesen sind gerade in der Großstadt von hohem doppelten Wert: Sie sind erstens mit 5.000 Tier- und Pflanzenarten ein Ort von außergewöhnlichem Artenreichtum und tragen als Trittsteine im Biotopverbund zum Erhalt der Biodiversität inmitten von zersiedelten Landschaften bei. Und zweitens stellen sie als Botschafter der Natur den Bürger/innen Zugänge zur Natur mit allen Sinnen vor der Haustür bereit.
Im Rahmen dieses Projektes wollen wir daher das Thema Streuobstwiesen in Köln und Leverkusen mit einem neuartigen Bündel von Instrumenten bearbeiten. Wissenschaftliche Untersuchungen und Pflegemaßnahmen bilden die Basis. Die Bedeutung der Streuobstwiesen für die Natur und ihr Erhalt in unserer Region soll durch Ehrenamts-, Öffentlichkeits- und Umweltbildungsmaßnahmen dauerhaft im Bewusstsein der Bürger/-innen verankert werden.

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Ehrenamt im Naturschutz stärken

Das Projekt hat die Anwerbung und anschließende Ausbildung von ca. 20 ehrenamtlichen
SchutzgebietsbetreuerInnen zum Inhalt. Grundlage ist ein von der NABUNaturschutzstation Kranenburg erstelltes und erfolgreich erprobtes Ausbildungskonzept.
Das Ziel der Ausbildung ist Naturinteressierte dafür zu gewinnen, sich aktiv in Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit vor Ort einzubringen. Außerdem wird eine dauerhafte Einbindung und Verzahnung in die Arbeitsprozesse der hauptamtlich tätigen Biologischen Station Haus Bürgel angestrebt. So wird das Ehrenamt in seiner Unterstützungsfunktion im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung sowie in seiner Multiplikatorfunktion als Öffentlichkeits- und Umweltbildungsinstrument gestärkt.

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Optimierung und Weiterentwicklung des LVR-Gewässerinfonetzwerks

Das LVR-Projekt "Informationsnetzwerk natürliche und naturnahe Gewässerlebensräume" soll eine Sicherung, Verbesserung und Moderniesierung von Informationstafeln erfahren. Außerdem wird die Bewerbung der Gewässerwege durch eine Neuauflage der Faltblätter, durch die Aufnahme in Kuladig und die Entwicklung und Implementierung eines Leitsystems durchgeführt.

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Rekonstruktion einer historischen Wiese (am Auberg in Mülheim an der Ruhr)

Am Auberg in Mülheim an der Ruhr soll eine artenreiche Glatthaferwiese nach historischem Vorbild rekonstruiert werden. Als bedeutendes Element der Kulturlandschaft leisten artenreiche Wiesen den vielleicht prägendsten Beitrag zur Landschafstsästhetik. Eine blütenreiche Glatthaferwiese fördert zum einen die lokale Biodiversität erheblich, zum anderen dient sie der Bevölkerung zur Anschauung und Wissensvermittlung. Die Artenzusammensetzung basiert dabei auf einer wissenschaftlich fundierten Analyse, die den Standort im Kontext der biogeographischen und historischen Gegebenheiten berücksichtigt. Das Projekt wird eingebettet in ein Langzeitmonitoring durch die Biologische Station.

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Initialierung der Umweltbildung an der NABU-Naturschutzstation Niederrhein

Die Umweltbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Biologischen Stationen. In unserem Leitbild nimmt sie eine zentrale Rolle ein. Traditionell wird die Bildungsarbeit größtenteils von Freiwilligendienstlern und Ehrenamtlichen geleistet. Dies wird den steigenden Anforderungen mittlerweile jedoch immer weniger gerecht (z. B. BNE-Anforderungen). Um eine Weiterentwicklung zu gewährleisten, sollen Hauptamtliche durch eine naturpädagogische Ausbildung qualifiziert und eingebunden werden. Zur langfristigen Sicherung streben wir die BNE-Zertifizierung an. Hierfür wird ein Konzept entwickelt, das nicht nur neue Umweltbildungsangebote, sondern auch ein nachhaltiges Netzwerk aus Teilnehmenden und Bildungspartnern etabliert. Mindestens 25 Naturerlebnisveranstaltungen werden kostenlos durchgeführt, um auch benachteiligten Kindern die Teilhabe an Naturerfahrung zu ermöglichen. Die Einbindung wird nach Projektende durch Übernahme von Patenschaften durch lokale Unternehmen fortgeführt.

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Quellen am Niederrhein Teil 2: Kleve, Wesel, Mönchengladbach

Quellen sind geschichtlich und kulturell bedeutende Landschaftselenmente, die von je her den Menschen beschäftigt haben. Viele Quellen haben religiöse, volkskundliche, medizinische und naturkundliche Bedeutung. Am Niederrhein sind Quellen sehr selten. Das Projekt ist eine Fortsetzung des LVR-Projektes zu Quellen in den Kreisen Viersen und Neuss sowie der Stadt Krefeld (13/08). Die Ergebnisse sollen in die Internetplatform KuLaDig eingepflegt und veröffentlicht werden.

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Bienen, Blüten, Begegnung - Biodiversität in bergischen Dörfern

Zunehmend verschwinden Arten aus dem dörflichen Umfeld, da notwendige Lebens-raumstrukturen verloren gehen. Als aktuelles gesellschaftliches Thema sei hier bei-spielsweise das Insektensterben zu nennen. Aber auch der Verlust von Wissen und tra-ditionellen Praktiken in der Dorfbevölkerung trägt zum Rückgang der Artenvielfalt in bergischen Dörfern bei. Frei nach dem Motto „Naturschutz beginnt vor der eigenen Haustür" ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes die Anleitung der Dorfbevölke-rung zur Durchführung von Naturschutzmaßnahmen in ihren Dörfern. Wissen und Kenntnisse über regionaltypische Tier- und Pflanzenarten sollen vermittelt und an die Dorfbewohner/-innen weitergegeben werden. Auf diese Weise soll das Projekt ein Be-wusstsein für mehr Natur in den Dörfern unserer bergischen Kulturlandschaft schaffen.

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Blütenparadiese

Streuobstwiesen können Blütenparadiese sein. Allerdings bieten die meisten Streuobstwiesen im Rheinland nur zur Zeit der Obstblüte einen reich gedeckten Tisch für bestäubende Insekten. So sehr Streuobstwiesen während der Obstblüte das menschliche Auge und Herz erfreuen und vielen Insektenarten für eine kurze Zeit Nahrung im Überfluss bieten, so rasch verlieren die meisten Flächen in der Zeit danach stark an Reiz und Wert. Dass dies nicht so sein muss und auch im rheinischen Tiefland Streuobstwiesen zu langanhaltend blühenden, Auge und Herz des Menschen erfreuenden und dem Insektensterben entgegenwirkenden Blütenparadiesen werden können, soll mit diesem Projekt gezeigt werden. Dabei wird auf die umfangreichen Erfahrungen im LVR-Projekt „Kindheitswiesen“ zurückgegriffen.

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Insektenoasen in der Bördelandschaft

Zum Idealbild unserer Kulturlandschaft gehören bunte Wegraine und Blütenvielfalt. Die Realität stellt sich zumeist anders dar, Bestäuber fallen zunehmend aus, das Thema Insektensterben ist in aller Munde. In einem kooperativen Ansatz mit der Landwirtschaft sollen blütenreiche Raine, Trassen und Kleinstflächen in der Kulturlandschaft Börde entstehen. Bereits im LVR Projekt „Wegrainmanagement in der Jülich-Zülpicher Börde“ wurde deutlich, wie hoch der Bedarf an höherwertigen Landschaftselementen ist. Hier setzt das Projekt an. Bei den für das Projekt vorgesehenen Bördekommunen ist das Interesse geweckt, sich gezielt für Vielfalt in der Normallandschaft einzusetzen. Es ist vorgesehen, neben Vettweiß, Titz, Zülpich, weitere neue Kommunen, wie Nörvenich und Weilerswist, sowie die Trasse der Bördebahn in das Projekt einzubeziehen, die Flächenpflege zu optimieren und Initialeinsaaten mit regionalem Saatgut u.a. zur Förderung blütenbesuchender Bestäuber wie Wildbienen vorzunehmen.

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