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Eine Gruppe von Fahrradfahrern fährt im Sonnenschein entlang eines Getreidefeldes.

Biologische Stationen Rheinland

LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft im Rheinland 2018

Foren im Jahr 2018

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den jeweiligen Vorträgen, die am 12. und 13. Forum stattgefunden haben.


13. Forum

Am 07. November 2018 fand das 13. Forum des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft statt.

Eine Übersicht der Vorträge

Biotische Vielfalt im Klimawandel
Referenten: Prof. Dr. Konold, Deutscher Rat für Landespflege, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Herr Prof. Dr. Konold erörtete in seinem Vortrag die Folgen des Klimawandels auf die Biodiversität. Er stellt einleitend dar, dass sich der Klimawandel nicht nur in der Erhöhung der Temperatur ausdrückt, sondern auch in Folge eng getakteter aufkommender Extremereignisse oder -perioden wie Sturm, Früh-/Spätfrost oder Trockenphasen wie der Sommer 2018 gezeigt hat. Damit die Biodiversität in der Landschaft bewahrt werden kann, betont er die räumliche Planung in Raum-Zeit-Prozessen. Nur so könne die Flora und Fauna vor dem Hintergrund der Änderungen des Lokalklimas geschützt werden. Herr Prof. Dr. Konold zählt eine Vielzahl an Lösungsstrategien vor, wobei er vor allem die Konditionierung und die Anpassungsfähigkeit der Landschaft hervorhebt.

Freizeit und Lernen inklusiv - Natur für alle. Lesebuch Landschaft jetzt auch in leichter Sprache
Referentinnen: Manuela Thomas und Christine Wosnitza, Biologische Stationen Oberberg/Rhein-Berg

Frau Manuela Thomas und Frau Christine Wosnitza von den Biologischen Stationen Oberberg/Rhein-Berg stellen das neue Lesebuch Landschaft in leichter Sprache vor. Mit dem Lese-Buch Landschaft wird die bergische Kulturlandschaft erklärt, welche von regional ganz typischen Dörfern, Steinbrüchen, Streuobstwiesen, Hecken und Sträuchern, Hohlwegen und vielem mehr geprägt ist. Das Lese-Buch Landschaft lässt die Kulturlandschaft für alle erlebbar machen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Thema Inklusion und Kulturlandschaftsvermittlung. Hier können Sie das Lese-Buch kostenfrei herunterladen.Integriertes LIFE-Projekt: Lebensräume und Arten der atlantischen Sandlandschaften in NRW

Integriertes LIFE-Projekt: Lebensräume und Arten der atlantischen Sandlandschaften in NRW
Referent: Dr. Sebastian Schmidt, Bezirksregierung Münster

Herr Dr. Sebastian Schmidt stellt einen Zwischenstandsbereicht über das LIFE-Projekt mit dem Arbeitstitel: Lebensräume und Arten der atlantischen Sandlandschaften in NRW vor. Das Projekt unterliegt der EU-Biodiversitätsstrategie mit dem Ziel, verschiedene regional charakteristische Lebensraumtypen zu erfassen, schützen und pflegen. Er stellt den aktuellen Sachstand über die Ausweisung der verschiedenen Lebensraumtypen und die Maßnahmen zur Rekultivierung am Beispiel des Rheinlands vor.

Jede Blüte zählt - Ein Dorf deckt den Bienen den Tisch
Referent: Michael Melchior, Dorfgemeinschaft Oberodenthal

Herr Michael Melchior berichtet über das ehrenamtliche Arrangement der Dorfgemeinschaft Oberodenthal, die den Bienen den Tisch deckt. Die Projektgruppe ist seit 2015 aktiv, brachte den Vorschlag im Gemeinderat an und startete das Projekt "Blüten für Odenthal". Sie veranstalteten einen Malwettbewerb in der örtlichen Grundschule, haben Spielkisten rund um das Thema Biene angeschafft, verteilen Samensäcke und konnten einen Bienen-Lehrpfad eröffnen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in der Kulturlandschaft.

12. Forum

Am 21. März 2018 fand das 12. Forum des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft statt.

Eine Übersicht der Vorträge

Raum schaffen für Gewässer - Praxisbeispiel für ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft
Referenten: Ralf Offermann, Wupperverband; Eduard Eich, Landwirtschaftskammer NRW

Das von Eduard Eich vorgestellte Projekt ist das einzige Projekt in NRW, welches auf freiwilliger Basis Freiraum für Gewässer schafft. Das Ziel und der Wunsch ist die Schaffung von 32ha naturnaher Gewässernutzung. Diese 32ha werden in Absprache mit den Landwirten ausgewählt. Hierbei stellen die Wasserrechte und der wenige Raum für Gewässerentwicklung die Nadelöhre des Projekts dar. Eine Möglichkeit der Raumschaffung ist die Kooperation mit den Landwirten, damit zum Erreichen des Ziels die Felder nicht flurbereinigt werden. Um gemeinsam an dem Projekt arbeiten zu können, wurde ein Kooperationsvertrag aufgesetzt. Herr Eich stellt dazu erste erfolgreiche Gewässermaßnahmen an der Wupper vor (siehe Präsentation).

Raum schaffen für Gewässer - Praxisbeispiel für ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft (PDF, 2,2 MB)

Wildbienen in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft – Fördermaßnahmen am Beispiel des Projektes „Summendes Rheinland"
Referent: Dr. Heiko Schmied, Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft wurde 2003 vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband und der Landwirtschaftskammer NRW gegründet. Ziel ist die Förderung des Natur- und Landschaftsschutzes sowie die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft. In diesem Sinne wurde das Projekt "Summendes Rheinland - Landwirte für Ackervielfalt" ins Leben gerufen. Im Fokus steht dabei die Maßnahmenentwicklung zum Schutz und zur Förderung der Ökosystemdienstleistung Bestäubung innerhalb der Niederrheinischen Bucht. Die Vorhaben wurden bei blühenden Zwischenfrüchten, blühenden Säumen sowie bei Bestäuber-Gabionen umgesetzt. Erste faunistische Monitorings waren positiv. Weitere Ergebnisse können Sie der beigefügten Präsentation entnehmen.

Wildbienen in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft – Fördermaßnahmen am Beispiel des Projektes „Summendes Rheinland" (PDF, 4,46 MB)

Kartierung und Schutz von Kiebitz-Bruten - Erfahrungen und Tipps aus einer kreisweiten Erfassung am Beispiel des Kreises Mettmann
Referent: Holger Pieren, Biologische Station Haus Bürgel

Die Biologische Station Haus Bürgel hat im Kreis Mettmann Kiebitzbruten untersucht. Zur kreisweiten Kiebitz-Kartierung waren die Mitarbeiter der Biologischen Station auf die Hilfe von Ehrenamtlern, Praktikanten und Naturbeobachtern angewiesen. Sobald eine Kiebitzbrut gefunden wurde, wurde nach Absprache mit den Grundstückbesitzern eine Schutzzone um das Nest eingerichtet. Dazu wurde mit den Landwirten ein Bewirtschaftungsverzicht abgesprochen. Diese erhalten dafür im Gegenzug Ausgleichzahlungen. Somit können die Kiebitze im Ballungsgebiet geschützt werden.

Kartierung und Schutz von Kiebitz-Bruten - Erfahrungen und Tipps aus einer kreisweiten Erfassung am Beispiel des Kreises Mettmann (PDF, 2,71 MB)

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